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Michael Elsener
Kritiken


Michael Elsener
 meisterte seine Aufgabe am Dienstagabend im total ausverkauften Casinotheater in Winterthur bravourös. Temporeich spielte er sich durch spannende Figuren, freche Parodien und pointierte Geschichten und sorgte so die ganze Zeit für Lacher und offenen Szenenapplaus. Häfliger/Neue LZ

Das Publikum zeigte sich dankbar; es hing förmlich an den Lippen des charmanten Lockenkopfs.
Schaffhauser Nachrichten

Als ich dies hörte, ist mir bewusst geworden, dass man als Kabarettist eben doch etwas bewirken kann.
Obersee Nachrichten

Der Zuger Jungkabarettist Michael Elsener hat auch privat einen Hang zum Skurrilen. Er liest gerne unnütze Gebrauchsanweisungen, liebt die Giraffe seiner Freundin und verwandelt das Supermarktförderband in eine Theke.
Migros Magazin

Nicht nur bei den Parodien kommt das große Potenzial des jungen Zugers zum Vorschein. Auch seine Gesangseinlagen sind Höhepunkte des Programms.
Willisauer Bote

Michael Elsener spielt sich mit intelligentem Witz und scharfen Dialogen durch Figuren und Geschichten.
Zentralschweiz am Sonntag

Michael Elsener versteht es, Personen im fliegenden Wechsel zu parodieren. Sein Humor hat Niveau und er erntet Lacher für Lacher.
Langenthaler Tagblatt


Von zu Hause abhauen, sich von allen Zwängen des Alltags befreien und das
Leben in vollen Zügen genießen. Welcher junge Mensch hat nicht schon
einmal davon geträumt? Michael Elsener, der 22-jährige Zuger Komiker, setzt
seinen Traum um, nachdem ihn seine Eltern vor die Tür gesetzt haben.

«Jetzt kann ich machen, was ich will», freut er sich vorerst, ehe er sich die Frage stellt: «Aber was will ich eigentlich?» Ohne Geld in der Tasche durch die Welt zu tingeln, ist eben nicht so leicht. Ein Job muss her. Aber das ist leichter gesagt als getan. Um Brot für die Ärmsten der Welt – und für sich selbst um Kuchen – zu bitten bringt nichts ein. Eine Karriere als
Radio- oder Fernsehmoderator zu starten, misslingt. Auch als Puppenspieler,
als begnadeter Sänger und selbst als Bibliothekar ist der Junge zum Scheitern verurteilt. Ohne Geld und ohne Job wird er schließlich ausgebürgert. Just in diesem Moment scheint er das erträumte
Schlaraffenland gefunden zu haben, wo es im Überfluss zu essen und zu
trinken gibt. Unbekümmert und charmant Leider war alles nur ein schöner
Traum. Die Flucht in Drogen, ein Anruf bei der dargebotenen Hand und bei
Dignitas und letztlich ein gescheiterter Selbstmordversuch lassen die Erkenntnis wachsen, dass die Realität des Lebens eben nicht mit der Fantasiewelt der Träume in Verbindung gebracht werden kann.

Der Vorhang fällt. Pause. Das Publikum, das an der gestrigen Premiere den Lorzensaal in Cham bis auf den letzten Platz besetzt hatte, diskutiert eifrig. Monique Glanzmann aus Hünenberg spricht aus, was wohl viele denken:
«Die Schweizer Comedy-Szene hat vielleicht bald einen neuen Star.» Die Unbekümmertheit von Michael Elsener und sein Charme verfingen. «Sensationell, wie schnell und kunstgerecht er in verschiedene Figuren schlüpft.» Sein Wandlungsvermögen prägt den zweiten Programmteil. Gesang, witzige und pointierte Sprüche in verschiedenen Dialekten und tiefsinnige Aussagen wechseln in bunter Folge. Es scheint keine Figur zu geben, die Michael Elsener nicht authentisch zu verkörpern vermag.
Er brilliert ebenso als Macho, der sich als Intelligenzbestie fühlt, wie auch als Asylant, der eingebürgert werden möchte. Oder er gibt den allseits bekannten Promi – Beni Thurnheer, Emil bei Kurt Aeschbacher, Kliby und Caroline, Peach Weber, Bundesrat Moritz Leuenberger oder Roger
Federer. Das Publikum staunt, windet sich vor Lachen und applaudiert auf
offener Szene. Michael Elsener ist mit seinem ersten Soloprogramm ein beachtlicher Wurf gelungen. So mancher arrivierte Komiker muss ihm das erst mal nachmachen. Für die Schweizer Satireszene bleibt unbedingt zu hoffen, dass der junge Zuger weitere Hits folgen lässt.

Zuger Zeitung (Premierenkritik)